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Isle of Mull die Klippen von Gribun

Die Isle of Mull – Der Norden

Die Isle of Mull ist die zweitgrößte Insel der Inneren Hebriden und eine interessante Alternative zur gehypten Isle of Skye, die im Moment in der Hauptsaison unter dem Ansturm der Touristen fast zusammenbricht.

Übersicht und der Norden

Auch hier gibt es schon immer Tourismus, aber es geht wesentlich authentischer, ruhiger und harmonischer zu. Nicht nur deshalb ist Mull mein persönlicher Tipp, wenn man das Inselleben der Inneren Hebriden erkunden will.

Ich finde, Mull bietet eine großartige Mischung aus Natur und Kultur – hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Schöne Schlösser und Burgen, malerische Ruinen, prähistorische Monumente wie Menhire und Steinkreise, hohe Berge, weiße Sandstrände mit türkisblauem Wasser, Wasserfälle, beeindruckende Klippenlandschaften aus schwarzem Basalt, die hübsche Inselhauptstadt Tobermory, das älteste Kloster Schottlands, jede Menge Künstler und Kunsthandwerker und fantastische Restaurants – Mull gilt als Feinschmeckerparadies. Fast überall spielen Regionaliät, Nachhaltigkeit und Ökologie eine große Rolle.

Ich war nun schon mehrmals hier und wenn ich die Möglichkeit hätte in Schottland leben zu können, wäre Mull sicher ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Überblick

Die Isle of Mull liegt vor der Westküste Schottlands, auf Höhe der Hafenstadt Oban, in der Council Area Argyll and Bute. Mit etwa 875 Quadratkilometern ist sie die viertgrößte Insel Schottlands.

Hier findet man auf kleinem Raum sehr abwechslungsreiche Landschaften. Von hohen Bergen im Süden bis zu sanften Hügeln und Weiden im Norden.

Karte

Geografisch kann man die Isle of Mull grob in drei Regionen unterteilen:

  • Den sanft hügeligen Norden mit Seen und Weiden
  • Das gebirgige Zentrum mit dem höchsten Gipfel Ben More und der Landzunge von Ardmeanach
  • Den Ross of Mull, eine lange Landzunge im Südwesten

Vor allem die Westküste der Insel ist wild und zerklüftet mit dramatischen Klippenlandschaften und romantischen Stränden. Sie wird gegliedert durch die beiden tiefen und breiten Sea Lochs, Loch na Keal und Loch Scridain. Dadurch wirkt die Insel ein wenig wie eine Hand mit drei Fingern.

Eine Straße verbindet über eine schmale Landenge zwischen Salen und Gruline die Ost- mit der Westküste am Ende des Loch na Keal. Diese teilt die Insel in einen nördlichen und einen südlichen Teil, zu dem das zentrale Bergmassiv und der Ross of Mull gehören.

In unmittelbarer Nähe zu Mull liegen die kleine Insel Ulva und die berühmte Klosterinsel Iona am westlichen Ende des Ross of Mull, außerdem die unbewohnte Felseninsel Staffa mit der berühmten Höhle Fingal’s Cave.

Geologie

Ähnlich wie die berühmten Gesteinsformationen auf der Isle of Skye, entstanden die Landschaftsformen der Isle of Mull als Folge von Vulkanausbrüchen vor etwa 60 Millionen Jahren als sich während des Auseinanderdriftens der Kontinente der Atlantik bildete und die Erdkruste riss. Das schwarze Basaltgestein wird vor allem an den eindrucksvollen Klippen der Westküste sichtbar. Auch die höchst Erhebung der Insel, der Ben More mit fast 1000 Metern ist der Überrest eines alten Vulkankraters. An vielen Stellen sind auch die markanten 6-eckigen Säulen aus Basalt sichtbar.

Anreise

Es bestehen mehrere Fährverbindungen nach Mull. Die Hauptroute führt von Oban nach Craignure im Südosten der Insel. Weitere Verbindungen gibt es von Ardnamurchan und Morvern. Die Überfahrt von Oban aus, dauert ca. 45 Minuten.

Für die meisten Besucher ist Craignure der erste und letzte Berührungspunkt mit Mull. Von hier aus hat man genau zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt die Küstenstraße Richtung Norden und der Inselhauptstadt Tobermory oder nach Süden, beziehungsweise Westen durch das zentrale Bergland und den Ross of Mull bis Fionnphort und der Isle of Iona.

Der Norden

Der Norden von Mull ist hügelig und weniger wild und schroff als das Zentrum und der Süden. Er ist wesentlich dichter besiedelt und hier liegt an der Ostküste, in einer geschützten Bucht, die hübsche Inselhauptstadt Tobermory.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden

Ich kann hier nur die wichtigsten Highlights auf Mull ganz kurz vorstellen. Natürlich gäbe es noch viel mehr und viel mehr dazu zu sagen… doch das würde den Rahmen eines Artikels definitiv sprengen, denn es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Wenn du mehr wissen willst – Ich schreibe gerade an einem ausführlichen Reiseführer zu Mull. Wenn du dich dafür interessierst, trage dich in meine Newsletterliste ein, dann bekommst du Bescheid, sobald er verfügbar ist. Doch jetzt machen wir uns, immer entlang der Ostküste und mit schönen Blicken über den Sound of Mull, einfach mal auf den Weg nach Norden…

Hafen von Tobermory, Isle of Mull
Hafen von Tobermory

Tobermory

Tobermory ist die hübsche und gemütliche Hauptstadt der Isle of Mull. Sie ist die größte Siedlung mit knapp 1000 Einwohnern. Das Markenzeichen Tobermorys und ein beliebtes Fotomotiv in Schottland ist die Hafenpromenade mit ihren bunt gestrichenen Häusern. Tobermory hat ein großes Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Cafés.

Die Isle of Mull Distillery

Die Tobermory Distillery, direkt am Ortseingang von Süden gelegen, geht ebenfalls auf das Gründungsjahr 1788 zurück. Sie ist eine der ältesten kommerziellen Brennereien Schottlands.

https://tobermorydistillery.com/en-de

Kleiner Tip für das schnelle Essen zwischendurch:

Fisherman’s Pier Seafood, direkt am Pier hat das beste Fisch and Chips, die ich bisher gegessen habe. Absolut frisch und lecker.

Rubha nan Gall Lighthouse

Ein schöner Spaziergang führt zum Rubha Nan Gall Lighthouse. Der malerische Pfad führt direkt von einem Parkplatz am nördlichen Ende der Stadt an der Küste entlang zum Leuchtturm und bietet immer wieder tolle Ausblicke über den Sound of Mull und die Bergwelt von Ardnamurchan.

Die Mishnish Halbinsel

Glengorm Castle und Standing Stones

Glengorm Estate besticht vor allem durch seine schöne Lage an der Nordküste der Mishnish Halbinsel. Man hat einen fantastischen Blick übers Meer auf verschiedene Inseln und auf die Halbinsel von Ardnamurchan bis hin zu den Äußeren Hebriden. Es gibt einen Hofladen und ein Café.

Glengorm Castle, Isle of Mull
Glengorm Castle

Stehende Steine und eine alte keltische Burg

Ein Spaziergang auf dem Gelände führt einen zu einigen Menhiren und den Ruinen, der schon aus keltischer Zeit stammenden Burg Dùn Ara.

The Old Byre Heritage Centre bei Dervaig

Im Old Byre kann man sich auf unterhaltsame Weise mit der Geschichte von Mull und Iona vertraut machen und sich danach im Tea Room mit heißen und kalten Getränken, Kuchen oder kleinen Mahlzeiten stärken.

http://www.old-byre.co.uk/

Calgary Bay, Isle of Mull
Strand von Calgary

Calgary Bay

Calgary ist der beliebteste Sandstrand der Insel. Bekannt ist sie auch durch den „Art in Nature Trail“ wo man auf einem Spaziergang durch Wiesen und Wälder Skulpturen lokaler Künstler bewundern kann. Es gibt Eis an einem fantasievoll gestalteten Imbiss, der selbstgemachtes Eis verkauft direkt am Strand, eine Galerie, die Kunst und Kunsthandwerk ausstellt und ein Café.

Loch Tuath

Loch Tuath Viewpoint

Von einem kleinen Parkplatz aus, erreicht man zwei Bänke auf einem kleinen Hügel, der einen Panoramablick über Loch Tuath bis zu den Klippen von Gribun, der Halbinsel Ardmeneach und auf die Inseln Ulva und Gometra eröffnet.

Eas Fors Wasserfall

Der Eas Fors Waterfall besteht aus drei sehenswerten Wasserfällen des Allt an Eas Fors, der hier in einer kleinen felsigen Schlucht ins Meer mündet. Es gibt einen kleinen Parkplatz direkt an der B8073, von dem aus die Wasserfälle zu erreichen sind.

Ausblick von Beinn Chreagach, Ulva
© Trevor Littlewood (cc-by-sa/2.0), Ulva – Beinn Chreagach, Blick auf Loch na Keal, Gribun und Ben More

Ulva und Gometra

Die Kleine Insel Ulva ist nur durch eine wenige hundert Meter breite Meerenge von der Isle of Mull getrennt. Gometra ist eine Gezeiteninsel, westlich von Ulva, die in zwischen durch eine Brücke mit Ulva verbunden ist. Auf beiden Inseln gibt es keine Straße, aber einige schöne Wanderwege mit fantastischen Ausblicken auf Ben More, sowie die Klippen von Gribun und das hervorragende Café und Seafood Restaurant „The Boathouse“ direkt am Pier.

https://www.ulva.scot, https://gometra.org

https://visitmullandiona.co.uk/

Isle of Mull Food Trail

https://www.mullandionafood.co.uk

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