Der Nordwesten Schottlands ist ein Kapitel für sich, ein ganz eigenes Universum. Es ist Highlands hoch zwei – mindestens. Wild, weit, dramatisch, einsam, fantastisch, grandios, rau, anstrengend – einfach unvergleichlich. Du liebst es und musst immer wiederkommen – oder du haßt es.
Die nordwestlichen Highlands gehören zu den abgelegensten Regionen Europas mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Die Landschaft ist geprägt von beeindruckenden Bergen, unendlichen Moorlandschaften und fantastischen Stränden mit weißem Sand und türkisblauem Wasser.
Die North Coast 500, kurz NC500 genannt, wurde im März 2015 vom Tourism Project Board der North Highland Initiative (NHI) ins Leben gerufen um den Tourismus im Norden Schottlands zu fördern. Schon im selben Jahr wurde sie vom Now Travel Magazine auf den fünften Platz in der Liste der „Top 5 Coastal Routes in the World“ gewählt. Das Projekt war also sehr schnell äußerst erfolgreich.
Route beginnt in Inverness, verläuft über die Westküste nach Norden bis Durness, dann an der Nordküste entlang nach Ostn bis John o’Groats und von dort die Ostküste hinunter zurück nach Inverness. Ich würde allerdings die andere Richtung vorschlagen, denn so steigert sich die Dramatik der Landschaft im Laufe der Reise, anstatt zum Ende hin abzufallen. Die Westküste ist einfach landschaftlich sehr viel interessanter als die Ostküste.
Inhalt
- 1. Chanonry Point
- 2. Golspie Burn Walk und Wasserfall
- 3. Morven und Maiden Pap
- 4. Duncansby Stacks bei John o’Groats
- 5. Bettyhill Viewpoint
- 6. Kyle of Tongue
- 7. Ben Hope
- 8. Sango Sands
- 9. Balnakeil Beach und Faraid Head
- 10. Sandwood Bay
- 11. Old Man of Stoer
- 12. Clachtoll Bay and Beach
- 13. Strone Viewpoint
- 14. Little Assynt
- 15. Knockan Crag
- 16. Inverkirkaid Wasserfall
- 17. Stac Pollaidh
- 18. Torridon Glen
- 19. Bealach na Gaoithe Torridon
- 20. Bealach na Bà Applecross

1. Chanonry Point
Chanonry Point ist eine kleine Landzunge zwischen Fortrose und Rosemarkie und bildet mit der gegenüberliegenden bei Fort George eine markante Meerenge, die den südlichen Moray Firth gegenüber dem offenen Meer abschirmt. Von Fortrose führt eine kleine Straße mitten über einen Golfplatz bis zu einem Parkplatz am Leuchtturm.
Chanonry Point ist einer der besten Plätze um Delfine von Land aus zu beobachten. Vor allem auf der Nordseite der Landzunge findet sich 1-2 Stunden nach Niedrigwasser regelmäßig ein großer Schwarm ein. Man muss ein wenig Geduld mitbringen, aber wenn sie dann auftauchen, ist es ein unvergessliches Erlebnis.

2. Golspie Burn Walk und Wasserfall
Golspie ist ein kleiner Ort am Moray Firth im südöstlichen Sutherland mit etwa 1400 Einwohnern. Mit der A9 verläuft die bedeutendste Fernstraße der nordwestlichen Highlands zwischen Inverness und Wick direkt durch den Ort. Touristisch interessant ist Golspie vor allem wegen des nahegelegenen Dunrobbin Castle.
Mein Favorit in Golspie ist allerdings die kleine Wanderung durch die Schlucht des Golspie Burn. Der Weg ist schön angelegt und führt durch alten Laubwald mit riesigen Bäumen, über romantische Holzbrücken bis zu einem sehenswerten Wasserfall, der über eine hohe Felsstufe am Ende der Schlucht stürzt.
https://www.walkhighlands.co.uk/sutherland/big-burn.shtml
Caithness

3. Morven und Maiden Pap
Von dem kleinen Dorf Dunbeath aus, das zwischen Helmsdale und John o’Groats liegt, kann man einen beeindruckenden Ausflug ins Herz des Flow Country – dem größten Moorgebiet Europas – machen. Die beiden Gipfel des Morven und Maiden Pap sind in der flachen Landschaft von Caithness weithin sichtbar. Vor allem der Maiden Pap, dessen Form tatsächlich an eine weibliche Brust erinnert, ist ein markanter Blickfang.
Von Dunbeath aus, führt eine einspurige Stichstraße nach Braemore. Dort gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus, die Wanderung zu den beiden Gipfel startet.
Schon die Anfahrt ist allerdings bemerkenswert. Sie bietet großartige Aus- und Einblicke in die endlose Moorlandschaft des riesigen, einsamen Moorgebiets, das weite Teile von Caithness und Sutherland bedeckt.
Von Braemore folgt man zuerst einem Feldweg, der bei einem einsamen Haus endet. Der Aufstieg zum Gipfel ist aber letztendlich weglos, also eher etwas für erfahrende und abenteuerlustige Wanderer. Aber auch wenn man „nur“ auf dem Weg bis nach Corriecoich bleibt, ist es ein fantastischer Spaziergang im Angesicht, des unendlichen Moors und der markanten Gipfel, auf dem man mit etwas Glück auch Adler zu Gesicht bekommt.
https://www.walkhighlands.co.uk/sutherland/morven.shtml

4. Duncansby Stacks bei John o’Groats
Duncansby Head bei John o’Groats ist der nordöstlichste Punkt der britischen Inseln. Hier finden sich den an sich schon eindrucksvollen Klippen vorgelagert, einige bemerkenswerte Sea Stacks.
Man kann von John o’Groats aus eine längere Küstenwanderung machen oder auch direkt am Leuchtturm parken. Von dort aus, ist es dann nur noch ein kleiner Spaziergang, von einem knappen Kilometer, bis zu den Felsen.
https://www.walkhighlands.co.uk/sutherland/duncansby-head.shtml
Nordwest Sutherland

5. Bettyhill Viewpoint
Von Thurso bis kurz vor Bettyhill ist die Landschaft, wie überall in Caithness, relativ flach und langweilig. Moor und Himmel soweit das Auge reicht. Doch das ändert sich schließlich ganz dramatisch am Bettyhill Viewpoint, kurz bevor die kleine Straße sich durch ein felsiges Tal zum Meer und dem Ort hinabschlängelt. An einem Parkplatz kann man halten und den Blick genießen.
Schon ein paar Kilometer zuvor wird es immer hügeliger und felsiger. Nach einem kurzen Anstieg öffnet sich dann ein weiter Blick über das Land. Am Horizont liegen die Steilküste westlich des Kyle of Tongue und die mächtigen Bergrücken von Ben Loyal, Ben Hope, Foinaven und Ben Stackie aufgereiht, wie die Perlen auf einer Schnur. Hier sieht man quasi alles, was die Nordwestküste so zu bieten hat.

6. Kyle of Tongue
Der Meeresarm des Kyle of Tongue erstreckt sich vom Ende der Tongue Bay aus etwa 10 km ins Landesinnere. Die NC500 überquert ihn auf einer Brücke. Dort gibt es einen beliebten Aussichtspunkt mit Parkplatz. Der Ausblick über den Meeresarm und auf die Berge ist atemberaubend.
Das wirkliche Erlebnis ist aber, ihn auf der alten Straße, einer kleinen Single Track Road, entlang des Ufers zu umrunden. Bei Ebbe fallen große Teile trocken und legen ausgedehnte Sandbänke frei. Die Landschaft um den Kyle of Tongue ist einsam. Bis auf ein Jagdhaus am Kopf des Fjords ist das Dorf Tongue die einzige Ansiedlung.
Die Hauptrolle in der spektakulären Kulisse rund um den Kyle of Tongue spielen zweifelsohne die beiden dominierenden Bergmassive der Region: Ben Loyal und Ben Hope. Sie erheben sich wenige Kilometer südlich des Endes des Meeresarms und präsentieren sich auf der Fahrt aus immer neuen Perspektiven und nicht umsonst ist der Kyle of Tongue als National Scenic Area deklariert.

7. Ben Hope
Ben Hope ist mit 927 Metern der höchste, und neben Ben Loyal, auch einer der markantesten Gipfel an der Nordküste. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher von der Hauptroute der NC500. Bei der kleinen Ansiedlung Hope biegt eine der abenteuerlichsten Straßen der Highlands Richtung Ben Hope und entlang des gleichnamigen Lochs ins Inland ab. Nach guten 10 Kilometern durchs einsame Hinterland, immer mit Blick auf die steil abfallende Nordwand, erreicht man dann einen Wanderparkplatz. Der Aufstieg auf den Gipfel ist herausfordernd, steil, der Weg stellenweise sehr erodiert, doch die Ausblicke über die Küste bis zu den Orkneyinseln und über das Flow Country sind unvergleichlich.
Letztendlich ist aber auch der Weg ist schon das Ziel. Der Aufstieg führt die ersten 200 Meter entlang unzähliger wunderschöner Wasserfälle, die allein schon die Anfahrt lohnen.
https://www.walkhighlands.co.uk/sutherland/ben-hope.shtml

8. Sango Sands
Sango Sands direkt in Durness, ist wohl einer der bekanntesten Strände an der Nordküste und der NC500. Er liegt direkt unterhalb des Campingplatzes. Seinen besonderen Reiz machen das türkisfarbene Wasser, der feine weiße Sand und die großen, purpurfarbenen Felsen aus, die über die Bucht verteilt stehen und an denen sich bei entsprechendem Wasserstand die wilde Brandung bricht.
Hier noch ein Artikel zu unserem Tag der Tage an der Nordküste von Sutherland: An Làtha – Der Tag

9. Balnakeil Beach und Faraid Head
Die kleine Landzunge von Faraid Head ragt nordwestlich von Durness etwa 2,5 km ins Meer hinaus. Hier findet man die größten Sanddünen der britischen Inseln. Aufgrund der ausgesetzten Lage türmen sich hier eine Vielzahl von Sanddünentypen bis zu 60 Meter hoch auf. Der lange, sichelförmige Sandstrand auf der westlichen Seite der Landzunge gehört zu meinen persönlichen Favoriten für lange Strandspaziergänge. Es gibt einige natürliche Felsbögen und Höhlen, die nur bei Ebbe zu begehen sind und fantastische Blicke auf die Klippen von Cape Wrath – besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang.
Nach der Wanderung kann man sich dann im Künstlerdorf von Balnakeil, im berühmten „Café am Ende der Welt“ – dem Cocoa Mountain, mit Kakao und Schokoladenspezialitäten stärken.
https://www.walkhighlands.co.uk/sutherland/faraid-head.shtml

10. Sandwood Bay
Sandwood Bay ist sicher der einsamste und unberührteste Strand auf den Britischen Inseln. Er ist nur durch eine 13 km lange Wanderung zu Fuß von dem Weiler Blairmore aus zu erreichen und liegt fast mittig im Niemandsland zwischen Kinlochbervie und Cape Wrath. Der ausgedehnte Sandstrand ist ca. 3 km lang und wird begrenzt von hohen Klippen und einer beeindruckenden Dünenlandschaft. Am Südende steht malerisch Am Buchaille – der Hirte, ein einzeln stehender Felsturm vor den Klippen im Meer. Direkt hinter den Dünen schließt sich ein Süßwassersee an, den nur eine schmale Landbrücke vom Meer trennt.
„Der Blick von den Dünen auf die Bucht raubt mir schlichtweg den Atem und treibt mir die Tränen in die Augen. Das ist mir tatsächlich so noch nie passiert. Ich habe schon viele schöne Landschaften gesehen, aber Sandwood Bay ist absolut besonders. Obwohl doch einige Wanderer unterwegs sind, hat man das Gefühl eines absolut jungfräulichen, von Menschenhand unberührten Ortes, der in seiner ganzen Pracht und Schönheit nicht für uns, um gesehen zu werden, sondern nur für sich selbst existiert. Seit Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden, unverändert und bis in alle Ewigkeit…einfach magisch.“
Assynt und Coigach

11. Old Man of Stoer
Die Küstenstraße von Kylesku nach Lochinver ist an sich schon eines der Highlights der NC500. (Vorsicht – für große Wohnmobile oder Gespanne ist die winzige einspurige Straße leider nicht geeignet!)
Zwischen Clashnessie und Clachtoll zweigt eine kleine Stichstraße von der NC500 auf die Landzunge von Stoer und zum Leuchtturm von Stoer Head ab. Dort gibt es einen Parkplatz. Von hier aus erreicht man über einen etwa 7 Kilometer langen Fußweg oberhalb der Klippen den Old Man of Stoer, einen 60 Meter hohen Felsturm vor der Küste. Der Weg ist teilweise sehr sumpfig, aber bietet außer dem Anblick des Old Man auch eine sehr schöne Wanderung mit spektakulären Ausblicken auf die Steilküste, übers Meer und auf dem Rückweg über den Höhenrücken, auf die markanten, einzeln stehenden Gipfel im Hinterland von Assynt – ein wirklich einzigartiges Panorama.
https://www.walkhighlands.co.uk/ullapool/old-man-of-stoer.shtml

12. Clachtoll Bay and Beach
Clachtoll ist der nächste kleine Ort auf der Route und einer meiner absoluten Lieblingsplätze in Assynt. Er liegt an einer idyllischen, kleinen Bucht mit schönem Sandstrand und ist inzwischen ein sehr beliebter Urlaubsort.
Von den Landzungen an beiden Enden der Bucht aus, hat man fantastische Blicke auf die Kette der markanten Sandsteinberge im Hinterland von Assynt. Die Spitze der Landzunge am südlichen Ende der Bucht ist abgerutscht, daher auch der Name des Ortes „Clach toll“ = gespaltener Stein.

13. Strone Viewpoint
Zwischen Clachtoll und Lochinver wird die kleine Straße wieder bergig, kurvig und abenteuerlich. Doch das absolute Highlight der Strecke ist der Strone Viewpoint. Unzählige Male waren wir hier, zu unterschiedlichsten Tageszeiten und Wetterbedingungn und können uns nicht sattsehen. Es ist einer der besten Blicke auf die hohen Sandsteingipfel, die im Hinterland von Assynt, mehr oder weniger solitär aus der ansonsten flachwelligen, felsigen Landschaft hervorragen: Hier sind es vor allem Canisp, Suilven und Cul Mòr, die sich in ihrer vollen Pracht präsentieren, wie Models auf einem Laufsteg.
Standardroute über Loch Assynt

14. Little Assynt
Etwa 15 km östlich von Lochinver, an den westlichen Ufern von Loch Assynt befindet sich das Little Assynt Estate. Es umfasst 3000 Hektar der typischen Landschaft von Assynt. Hier wird die einheimische Natur, Flora und Fauna geschützt. Es wurden Bäume gepflanzt und ein naturnahes Wegenetz angelegt das auch weniger abenteuerlustigen oder sportlichen Spaziergängern Zugang zur einzigartigen Landschaft Assynts ermöglicht. Insofern eine Besonderheit, da es hier ansonsten kaum leicht zugängliche, einfache Wander- oder Rundwege gibt.
Von einer Anhöhe hat man einen fantastischem Rundumblick über die typische Felsen- und Seenlandschaft und das mächtige Bergmassiv des Quinag, sowie Suilven und Canisp auf der anderen Seite. Dieser ist kombinierbar mit einem weiteren Weg, entlang an malerischen Seen und durch kleine Wäldchen.

15. Knockan Crag
Knockan Crag ist ein Besucher- und Informationszentrum des Geoparks direkt an der A835/NC500 etwa zwei Kilometer südlich von Elphin und 20 km nördlich von Ullapool. Es liegt mitten in einer faszinierenden, einsamen Berglandschaft. Es ist eine wichtige Station der Rock Route.
Im Besucherzentrum wird auf vielerlei Art und Weise die komplexe Geologie der umliegenden Landschaft und ihre Bedeutung für die moderne Geologie sehr anschaulich erklärt. Es gibt einen Parkplatz und markierte Wanderwege, die zu den Highlights des Geländes führen. Vor allem aber der Blick von der Abbruchkante auf die Berge, sowie die Weite und Einsamkeit des Inlands von Assynt ist einfach magisch. Ab und zu finden auch geführte Touren statt.
https://www.walkhighlands.co.uk/ullapool/knockancrag.shtml
Variation über die Wee Mad Road und Coigach

16. Inverkirkaid Wasserfall
Wenige Kilometer nach Lochinver, an der winzigen Küstenstraße Richtung Coigach, liegt Inverkirkaig an der Mündung des River Kirkaig und am gleichnamigen Meeresarm Loch Kirkaig. Hier gibt es einen Wanderparkplatz und man kann eine schöne Wanderung am Fluss entlang bis zu einem beeindruckenden Wasserfall machen. Der Weg führt durch beeindruckende Highlandwildnis, durch den Wald und übers Moor, immer im Angesicht des mächtigen Suilven. Ein eindrückliches Erlebnis.
In der Nähe des Parkplatzes gibt es außerdem ein kleines Café in einem Privathaus mit Buchladen mitten im Nirgendwo. Eine der Kuriositäten, die einem in den Highlands immer wieder begegnen. Wenn man also rechtzeitig vor der Tea Time unterwegs ist, kann man es sich hier nach der Tour noch gut gehen lassen.
https://www.walkhighlands.co.uk/ullapool/falls-of-kirkaig.shtml

17. Stac Pollaidh
Das markante Profil des Stac Pollaidh begegnet einem überall in Coigach. Er ist für Coigach, was der Suilven für Assynt, beziehungsweise die Gegend um Lochinver ist. Da man ihn relativ einfach erreichen und besteigen kann, ist er bei Wanderern ausgesprochen beliebt und trotz seinen nur gut 600 Metern Höhe, bietet der Gipfel einen wirklich unvergleichlichen, Panoramablick über Coigach und Assynt.
Man überblickt in Richtung Norden die felsige Seenlandschaft und die Küstenlinie bis zum Point of Stoer. Dazu alle Gipfel im Hinterland vom Quinag im Norden, über Canisp, Suilven, Cul Mòr. Auf der anderen Seite die Berge und Seen Coigachs: Cul Beag, Loch Lurgainn und Ben More Coigach.
Wenn man sich die knapp 600 Höhenmeter zutraut, ist es ein absolutes Highlight, das man nicht verpassen sollte!
https://www.walkhighlands.co.uk/ullapool/stacpollaidh.shtml
Wester Ross

18. Torridon Glen
Das einsame und wilde Tal des River Torridon erstreckt sich zwischen Kinlochewe und Torridon, südlich der beeindruckenden Massive von Beinn Eighe und Liathach. Auf der anderen Seite des Tals erhebt sich Sgurr Dubh, nicht ganz so hoch, aber sehr fotogen über Loch Clair. Das Tal selbst ist nicht bewohnt. Ein schöner einfacher Spaziergang führt rund um Loch Clair und Loch Coulin.
https://www.walkhighlands.co.uk/torridon/Lochclair.shtml

19. Bealach na Gaoithe Torridon
Von Torridon aus führt eine Stichstraße am nördlichen Ufer des Loch Torridon entlang, über den Bealach na Gaoithe, am Loch Diabaigas Àirde entlang bis Lower Diabaig, wo sie schließlich endet. Der kleine Ort liegt malerisch in völliger Abgeschiedenheit an einer Bucht am Loch Torridon.
Das Highlight dieser Strecke ist aber sicher der Bealach na Gaoithe, der Pass der Winde. Hier hat man einen der spektakulärsten Ausblicke über Loch Torridon und die Bergwelt von Torridon und Applecross. Ich würde sogar sagen, dieser Aussichtspunkt schafft es in die Top 10 in Schottland. Es gibt einen kleinen Parkplatz, eine Bank und wer sich für die Namen der Gipfel interessiert, kann sich mithilfe einer Infotafel informieren. Der Pass trägt seinen Namen allerdings nicht zu Unrecht. Ein gemütliches Picknick ist hier nur selten möglich, denn es zieht hier schon meistens ganz ordentlich.

20. Bealach na Bà Applecross
Die Applecross Passstraße über den den Bealach na Bà genannten Pass, die vom Loch Carron auf die abgelegene Halbinsel Applecross führt, ist eine bekannte Attraktion in den Highlands. Für Großbritannien ist sie mit ihren engen Serpentinen tatsächlich ungewöhnlich. Sie ist für Wohnmobile und Gespanne aufgrund der schmalen Straße und engen Kurven gesperrt. Lange Zeit war sie die einzige Verbindung der Halbinsel zur Außenwelt und ist im Winter unpassierbar.
Der höchste Punkt liegt auf etwa 626 Metern, was sie zur höchsten asphaltierten Passstraße Schottlands macht.
Doch das eigentliche Highlight sind die atemberaubenden Ausblicke vom Pass auf die Inseln Raasay und Skye, wenn das Wetter mitmacht.
Epilog
Ein Tipp noch zum guten Schluß: Versuche nicht die NC500 in 2 Tagen abzuhaken – du verpasst das Beste!









1 Kommentar
Dana ott
Unglaublich schöne Bilder, vielen Dank. Das ist sicher für Schottland Reisende ein wirklich guter Reise Bericht.